Die Grablegungen im Dom zu Berlin – eine komplizierte Geschichte

Nach den umfangreichen Notizen von Harald Zimmermann

Die Geschichte der Grablegungen ist verwirrend! Gab es doch im Laufe der Zeit verschiedene Örtlichkeiten, die als „Dom“ bezeichnet wurden und jeweils für Grablegungen vorgesehen waren. Auf Grund damaliger Vorkommnisse ließ sich das aber nicht – wie an sich vorgesehen – realisieren, so daß andere Lösungen gefunden werden mußten. Das ging so weit, daß man die Särge in andere Grüfte verlegte. Da wundert es nicht, wenn sich nun nachweisen läßt, daß im Laufe der Zeit 12 Särge verlorengingen. Weiterlesen

Wie kamen wir zum Berliner Dom?

Der Berliner Dom ging aus der Erasmuskapelle des Berliner Schlosses hervor. Diese Umwandlung wurde von Kurfürst Friedrich II. begonnen und später von Joachim I. und vor allem von Joachim II. fortgesetzt. An dem langen und komplizierten Prozess waren auch Albrecht von Brandenburg (s. Anhang) und sogar der Papst beteiligt. Weiterlesen

Vom Berliner Glockenturm

Der Glockenturm (s. Pfeil in Abb.1), genannt „Die Glock“, befand sich am Rande des Schlossplatzes im Klosterbezirk des einstigen Dominikanerklosters . Als das Kloster 1536 von Kurfürst Joachim II. geschlossen und die Klosterkirche zum Berliner Dom geweiht wurde [1], kamen in den einstmals quadratischen, sehr massiven Turm nach und nach mehrere große Glocken, darunter die schwerste freischwingende Glocke (13,2 t) des ausgehenden Mittelalters und vier Schellen. Das außergewöhnliche Geläut wird in einem extra Beitrag beschrieben. Weiterlesen

Das Geläut des einstigen Berliner Glockenturms


Von Hansjürgen Vahldiek und Harald Zimmermann

Die Besonderheit dieses Geläuts wird durch die sachgerechte Tonwiedergabe der Glocken und verschiedener Geläutedispositionen unterstrichen.

Schon zur Einweihung des Alten Berliner Doms im Jahre 1536 wurde der Glockenturm (s.Beitrag) mit einem außergewöhnlichen Geläut bestückt. 1537 kam noch das „Langestück“ hinzu, eine Attraktion, die mit ihrem Gewicht von 13,2 t die schwerste freischwingende Glocke des ausgehenden Mittelalters war.
Dank ausgeklügelter Geläutedispositionen standen mehr als ein Dutzend Läutemotive zur Verfügung, die von den schweren Glocken als prächtiger Klangeindruck zur Geltung gebracht wurden.
Viele offene Fragen konnten durch gründlichen Recherchen und Nachrechnen (mit extrem großen Rechercheaufwand) beantwortet werden.

Als PDF-Datei unter: ZLB: digital.zlb.de/viewer/fulltext/15818615/1/

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Frühdeutsche Siedlungen am westlichen Rand der Teltowhochfläche

Beachtenswert ist, dass die Besiedlung des Teltow und die Gründung Berlins mit einem deutlichen Klimawandel einherging! Siehe auch „Anhang“! Wie in Abb. 1 dargestellt, gab es um 1180 – nach der 300-jährigen Trockenperiode – einen extremen Anstieg der Niederschlagsmengen [1], der die Siedler vor große Probleme gestellt haben dürfte. Der Temperaturanstieg um 2,5 Grad erfolgte bereits zwischen 1140 und 1210. Weiterlesen

Projektion mittelalterlicher Befunde aus Köpenick auf die Berlin-Cöllner Spree

Anhand des Grabungsberichts in Köpenick wird nachgewiesen, dass der Pegelanstieg der Spree im Anfang des 13. Jh. klimabedingt war und der Stau am Berliner Mühlendamm erst später erfolgte. Weiterlesen

Vom Spreeübergang, dem Berliner Spreepaß

Im Jahre 1890 wurde in der Spree ein Knüppeldamm gefunden (s. Abb. 1). Endlich war der Beweis für die Existenz eines Spreepasses erbracht. Dank erfolgreicher Klimaforschung und datierter Befunde aus Köpenick (Abb.4) können nunmehr weitere Angaben zur Entwicklung des Spreepasses gemacht werden.

Dabei handelt es sich nicht nur um die Wasserstände, sondern auch um die zeitliche Entwicklung: Zwischen 1190 und 1300 fand ein dramatischer Klimawandel statt: Die auslaufende Trockenperiode schlug in eine länger andauernde Überflutungsperiode um. Daher musste der Spreeübergang mehrmals verlegt und angepasst werden. Weiterlesen

Wurde ein Stück der Cöllner Stadtmauer gefunden?

Bei der Grabung am Berliner Schloss wurde unter dem Pflaster des westlichen Innenhofes ein mehrere Meter langes Mauerstück freigelegt, das exakt in der Richtung auf den einstigen „Grünen Hut“ läuft. Daher vermuten die Archäologen, dass es sich um den nördlichen Teil der Cöllner Stadtmauer handelt. Dieser Verlauf wurde nicht erwartet. Seit langem wurde zwar spekuliert, aber nie kam es zu einer entsprechenden Vermutung. Weiterlesen

Nikolaus Peuckers Scherzgedichte (1650 – 1675)

Der aus Schlesien stammende Peucker war Kammergerichtsadvokat, Kämmerer und Stadtrichter zu Cölln. Der Große Kurfürst hielt viel von ihm. Zeitweilig betätigte er sich auch als Gelegenheitsdichter und beklagte sich, daß ihm die Poesie viel Mühe mache, aber kein Brot bringen würde. Mit seiner im Jahre 1702 erschienen Gedichtsammlung steht er uns als wertvoller Zeitzeuge aus der Zeit nach 1650 gegenüber. Weiterlesen

Die Berliner Mühlendammschleuse in der Kriegs- und Nachkriegszeit

Mit dem Mühlendammstau wurde die durchgehende Schifffahrt auf der Spree unterbrochen. Um diese wieder zu ermöglichen, liefen die Planungen und Abrissarbeiten für einen Schleusenbau um 1890 an. Verzögerungen durch die Kriegsgeschehnisse führten dazu, dass sich die Abschlußarbeiten bis 1976 hinzogen. Weiterlesen